Mitteilungen Gemeinderat (Jahresrechnung, Tagesstrukturen Zentralschulhaus, Sanierung Hofstetterstrasse, GV 4. Juni 2025)
Jahresrechnung 2024 mit Aufwandüberschuss
Die Jahresrechnung 2024 der politischen Gemeinde schliesst mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 250'000.—. Massive Mehrkosten im Bereich von nicht beeinflussbaren Gesundheitskosten hatten wesentlichen Einfluss auf das gegenüber dem Budget schlechter abgeschlossene Rechnungsergebnis.
Mit dem Aufwandüberschuss von Fr 250'000.— schliesst die Erfolgsrechnung 2024 um Fr. 700'000.— schlechter ab als budgetiert. Während bei allgemeinen Steuern und Ressourcenausgleich gegenüber dem Budget um Fr. 720'000.— und bei den Grundstückgewinnsteuern um Fr. 420'000.— höhere Erträge generiert werden konnten, resultierten auf der Aufwandseite bei den Beiträgen an die stationäre und ambulante Pflegefinanzierung massive Mehrkosten. Weiter kamen die Aufwendungen im Sozialbereich um Fr. 440'000.— höher als budgetiert zu liegen.
Die Investitionsrechnung des Verwaltungsvermögens weist Nettoinvestitionen von Fr. 2.69 Mio. aus. Dieser Wert liegt um Fr. 2.89 Mio. tiefer als im Budget vorgesehen. Das Investitionsvolumen fiel damit gemessen an der Gemeindegrösse wiederum eher bescheiden aus. Die weitaus grösste Position innerhalb der Investitionsrechnung betrifft die Dachsanierung des Zentralschulhauses.
Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung 2024 genehmigt und zuhanden der Rechnungsprüfungskommission und der Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2025 verabschiedet.
Erweiterungsbau Tagesstrukturen beim Zentralschulhaus, Mettmenhasli
Um dem erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen gerecht zu werden, soll bis zum Beginn des Schuljahrs 2026/2027 beim Zentralschulhaus ein Erweiterungsbau für die Tagesstrukturen realisiert werden. Der Gemeindeversammlung wird im Juni 2025 ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von Fr. 2.635 Mio. zur Genehmigung vorgelegt.
Die Prognosen zeigen auf, dass nebst den Schulräumen auch der Bedarf an zusätzlichen Betreuungsräumen weiter ansteigt. Am grössten ist der Handlungsdruck beim Zentralschulhaus. Deshalb planen Schulpflege, Liegenschaftenkommission und Gemeinderat an diesem Standort einen Erweiterungsbau. Dieser soll unmittelbar gegenüber dem heutigen Betreuungsgebäude positioniert und mit einem gedeckten Gang verbunden werden. Der Neubau ist so konzipiert, dass dieser dem künftigen Bedarf entsprechend um ein Stockwerk erweitert werden könnte. Die Umgebung wird ebenfalls für den Betrieb einer Tagesstruktur erweitert und mit zusätzlichen Grünflächen, Spielgeräten und Bepflanzungen ausgerüstet.
Der Gemeinderat hat das durch die Liegenschaftenkommission aufbereitete Geschäft mit Baukosten von Fr. 2.555 Mio. und Ausstattungskosten von Fr. 80‘000.— gutgeheissen und dieses zuhanden der Rechnungsprüfungskommission und der Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2025 verabschiedet.
Gesamtsanierung Hofstetterstrasse, Niederhasli
Die im Besitz der Gemeinde befindliche Sammelstrasse, welche unter anderem die Quartiere Eierbach, Heisel und Adlibogen im Dorfteil Niederhasli erschliesst, soll einer Gesamtsanierung unterzogen werden. Der Zeitpunkt wird für eine allgemeine Aufwertung der stark frequentierten Hofstetterstrasse genutzt. Da das Projekt einen hohen Anteil neuer Ausgaben beinhaltet, obliegt die Kreditfreigabe der Gemeindeversammlung.
Die Hofstetterstrasse ist trotz ihrer auch übergeordneten Verbindungsfunktion im Besitz der Gemeinde Niederhasli. Dies jedoch erst, seit der Kanton Zürich die Strasse in den 90er-Jahren im Rahmen einer Reorganisation aus seinem Strassennetz eliminiert hat. Die Gestaltung der Strasse blieb mit Ausnahme geringfügiger Anpassungen an den Knotenpunkten seither unverändert.
Eine Gesamtsanierung dieses Strassenzugs drängt sich in vielerlei Hinsicht auf. Der Belag weist Abrieb, Ausmagerungen, wilde Risse und Setzungen in unterschiedlichen Ausmassen auf, welche ein mittelfristiges Handeln erfordern. Auch der Belag des südseitig verlaufenden Fuss- und Velowegs ist stellenweise in einem sehr schlechten Zustand. Weiter besteht auch bezüglich Entwässerung sowie der Trinkwasserleitung teils dringender Sanierungsbedarf. Das vom Gemeinderat gutgeheissene Projekt sieht aus diesen Gründen eine gänzliche Aufwertung der Hofstetterstrasse vor. Die Planung berücksichtigt sowohl funktionale, ästhetische wie auch klimatische Aspekte und trägt den aktuellen Anforderungen an Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit Rechnung. Zusätzliche Gestaltungselemente, eine Verbreiterung des Fuss- und Velowegs sowie eine neue Bushaltestelle bilden die wichtigsten Neuerungen gegenüber der heutigen Situation. Im Rahmen einer öffentlichen Orientierungsveranstaltung wurde das Projekt am Dienstag, 25. März 2025 der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Bis am 22. April 2025 kann sich die Bevölkerung mittels Einwendungen zum Strassenprojekt äussern.
Der Gemeinderat hat das Projekt mit einem Investitionsvolumen von Fr. 2.3 Mio. zuhanden der Rechnungsprüfungskommission und der Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2025 verabschiedet. Die Bauarbeiten sollen nach erfolgter Kreditfreigabe durch die Gemeindeversammlung ab Sommer 2025 in Etappen bis zum Frühjahr 2026 stattfinden. Während dieser Zeit wird die Hofstetterstrasse für den Durchgangsverkehr gesperrt bleiben. Die vor-übergehende Umleitung dieses Verkehrs ist via Industrie- und Seeblerstrasse vorgesehen.
Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2025
Am Mittwoch, 4. Juni 2025, 20.00 Uhr, findet in der Mehrzweckhalle Seehalde in Mettmenhasli die nächste Gemeindeversammlung statt. Neben der Genehmigung der Jahresrechnung 2024 unterbreitet der Gemeinderat den Stimmberechtigten mit dem Erweiterungsbau der Tagesstrukturen sowie der Gesamtsanierung der Hofstetterstrasse zwei Anträge zur Kreditfreigabe. Im Anschluss zur Versammlung wird wiederum ein Apéro serviert. Details zu den Geschäften sind dem Beleuchtenden Bericht zu entnehmen, welcher zu gegebener Zeit auf der Website aufgeschaltet und den registrierten Abonnentinnen und Abonnenten per Post zugestellt wird. Ab Dienstag, 6. Mai 2025 liegen die vollständigen Akten bei der Gemeindeverwaltung, Abteilung Präsidiales, zur Einsicht auf. Ab diesem Zeitpunkt werden die Erläuterungen auch auf der "Voteinfo-App" aufgeschaltet.
Der Gemeinderat freut sich, am 4. Juni 2025 eine grosse Zahl an Stimmberechtigten in der Mehrzweckhalle Seehalde begrüssen zu können.
Neues Fahrzeug für den Betrieb Werke
Ein in die Jahre gekommenes Unterhaltsfahrzeug wird nach einer Einsatzzeit von 20 Jahren ersetzt. Auf Basis des Budgets und nach Abschluss eines Submissionsverfahrens hat sich der Gemeinderat für die Neuanschaffung eines Meili 3500 RETO entschieden.
Das zu ersetzende Gemeindefahrzeug dient dem Betrieb Werke seit 20 Jahren für den Strassenunterhalt sowie für den Materialtransport. Das Fahrzeug wurde zusehends reparaturanfälliger und eine grössere Revision wäre nicht mehr verhältnismässig gewesen. Auf Basis eines Anforderungsprofils wurden verschiedene Offerten eingeholt. Dabei wurde auch die Anschaffung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs in Betracht gezogen. Nach Abwägung der technischen, wirtschaftlichen und praktischen Kriterien hat sich der Gemeinderat für den Kauf eines Meili 3500 RETO entschieden. Dieses Fahrzeug bietet optimale Voraussetzungen für den kommunalen Einsatz, insbesondere im Winterdienst und in engen Arbeitsbereichen.
Die Gesamtkosten für die Ersatzbeschaffung belaufen sich auf Fr. 191‘000.— und liegen damit etwas höher als die budgetierten Fr. 150‘000.—. Die Mehrkosten lassen sich jedoch mit der optimalen Eignung des Fahrzeugs für den Betrieb Werke rechtfertigen. Der Gemeinderat hat den entsprechenden Kredit erteilt und die Egli Landmaschinen AG, Oberglatt, mit der Lieferung des Fahrzeugs beauftragt.
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Daniel Wüest, Gemeindepräsident, 076 238 39 11, oder Patric Kubli, Gemeindeschreiber, 043 411 22 50, gerne zur Verfügung.
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26. März 2025/pk
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